Tour

INTERVIEWS

„FiNSTERWORLD ist gewissermaßen ein Diagnosepapier der deutschen Gesellschaft. In unserer heutigen Welt des Überflusses, einer Welt der vielen Möglichkeiten, verarmen wird menschlich gesehen. Wir definieren uns permanent über Äußerlichkeiten, über „Miles and More“-Karten. Der Film ist für mich ein Angebot wieder miteinander zu reden.“ RONALD ZEHRFELD

„Mich hat vor allem die Sprache fasziniert, die Christian Kracht und Frauke Finsterwalder da erfunden und zum schillern gebracht haben. Es ist ungewöhnlich, dass ein Drehbuch so literarisch ausgefeilt ist, dass man es so gerne liest. Es hat mich auf neue Ideen gebracht.“ SANDRA HÜLLER

„An dem Projekt FiNSTERWORLD hat mich zunächst vor allem das Drehbuch gereizt. Schon während des Lesens war ich fasziniert und beglückt. Das waren ganz wunderbare Dialoge und Sätze, bei denen man sofort das Gefühl hatte, dass man das ganz toll spielen könnte. Zudem ist das Drehbuch sehr komisch und traurig. Und als ich dann hörte, das Buch sei von Christian Kracht, da war ich noch beglückter, denn ich habe ihn als Schriftsteller schon längere Zeit sehr verehrt. Große Überredungskunst für meine Teilnahme bedurfte es dann nicht.“
MICHAEL MAERTENS

„Diesen Versuch, erzählerisch neue, andere Wege zu gehen, finde ich sehr aufrichtig. FiNSTERWORLD erzählt von all den ungeklärten Geschichten, von all den Geheimnissen der Menschen, was sie voreinander verstecken und sich gegenseitig nicht zu erzählen wagen – gerade das ist es ja vielleicht, was sie so zynisch macht. Den Versuch, all das mit der deutschen Vergangenheit in Verbindung zu bringen, hat mich beim Lesen des Drehbuchs sehr erstaunt und begeistert.“ CORINNA HARFOUCH

„Der Film ist der schmetternde Witz der Verzweiflung. In all der Not und in all dem Hoffen und Sehnen ist der Film aber auch witzig und komisch. Mich berühren die Menschen in dem Film ungeheuerlich. Der Film fordert zu der Frage auf: Wie wollen wir leben in Deutschland?“ BERNHARD SCHÜTZ

„Mir gefällt in FiNSTERWORLD vor allem die Langsamkeit und Behutsamkeit der Erzählform. Das ist heute selten geworden in einer Zeit, wo immer sehr schnell geschnitten und erzählt wird, weil wir uns keine Zeit mehr nehmen. Und dennoch gelingt es dem Film sehr gut, uns den Spiegel hinzuhalten. Man kommt dann aus dem Film heraus und sogleich tun sich sehr viele Fragen über das Leben auf.“ JOHANNES KRISCH

"Schon die erste Lektüre des Drehbuches war ein bisschen so, wie ich mir die Sichtung eines Ufos vorstelle: ganz plötzlich steht es auf der Sommerwiese vor mir – völlig unbemerkt von den üblichen Radarsystemen. Es ist wunderschön, höchstwahrscheinlich gefährlich und irgendwie auch lustig. Vielleicht lag es daran, dass mir auch die Figuren in FiNSTERWORLD wie Aliens vorkamen. Auch beim weiteren Lesen blieben die Charaktere in Bewegung: morgens erschienen sie mir sehnsüchtig und liebenswert, abends waren sie potentiell zu jeder Grausamkeit fähig." CHRISTOPH BACH

Facebook
Wecker Finder